Klimaverschlechterung statt Klimaschutz

Der geplante neue Stadtteil gefährdet viele Frankfurter

BFF-Fraktion –  Mitteilung 17-2018

In der Politik des Magistrats und der Römer-Mehrheit von CDU, SPD und Grünen hat das Thema Klimaschutz einen hohen Stellenwert – zumindest in den offiziellen Verlautbarungen. In der Realität sieht das anders aus: Denn der geplante neue Stadtteil im Nordwesten würde schwerwiegende Verschlechterungen des Mikroklimas im Stadtteil Praunheim, aber auch in umliegenden Stadtteilen wie Hausen und Rödelheim  zur Folge haben. Das geht aus Untersuchungen zum Klimaplan-Atlas des Frankfurter Umweltamtes hervor.

Die geplante hochstöckige Bebauung des neuen Stadtteils würde demnach die jetzige, für das gesamte Stadtklima wichtige Frischluftzufuhr aus dem Niddatal, dem Taunus und aus der Wetterau verhindern oder zumindest sehr beeinträchtigen. Nach Aussage eines  Vertreters des Umweltamtes auf einer Sitzung des Ortsbeirats 7 leben die meisten Bewohner des Frankfurter Nordwestens bislang unter relativ günstigen mikroklimatischen Bedingungen. Nach der Errichtung des besonders von Oberbürgermeister Feldmann und Planungsdezernent Josef betriebenen Stadtteils würde sich das aber negativ verändern, auch mit Auswirkungen auf die Gesundheit der Bewohner.

Die Untersuchungen zum Klimaplan-Atlas sowie die Äußerungen des Vertreters des Umweltamtes bestätigen vollauf die Position der Bürger Für Frankfurt – BFF, die Pläne für den neuen Stadtteil abzulehnen. Diese Ablehnung richtet sich auch gegen den inzwischen von den Stadtverordneten mehrheitlich angenommenen Magistratsvortrag M 176, der „Vorbereitende Maßnahmen für eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme“, also den neuen Stadtteil, zum Inhalt hat. Denn schon jetzt steht fest, dass der Bau dieses Stadtteils einem vielfältigen Massaker an der Umwelt gleichkäme.

Die Ausführungen des Umweltamt-Vertreters im Ortsbeirat 7 waren sowohl eine schallende Ohrfeige für die dortigen Fraktionen von SPD, Grüne und FDP, die Ortsbeirat im Oktober 2017 für die Vorlage des Magistrats gestimmt hatten wie auch für die Römer-Fraktionen von CDU, SPD und Grünen, die diese Vorlage in der Stadtverordnetenversammlung am 14. Dezember 2017 gegen die Stimmen der BFF-Fraktion im Römer verabschiedet haben. Insbesondere die Frankfurter Grünen haben damit jeden Anspruch verspielt, glaubwürdig für Klimaschutz zu stehen.