Das Mainzer Votum ist auch ein Signal für Frankfurt

Überwältigende Mehrheit gegen ultramoderne Architektur

BFF-Fraktion –  Mitteilung 18-2018

Nichts hätte die Positionen der Bürger Für Frankfurt - BFF im Bereich Stadtplanung und Architektur so eindrucksvoll bestätigen können wie das Ergebnis des Bürgerentscheids in Mainz: Dort hat sich eine überwältigende Mehrheit der in großer Zahl an der Abstimmung teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger gegen das Projekt eines sogenannten „Bibelturms“ an einem der attraktivsten Plätze der Stadt entschieden. Dieser „Bibelturm“ sollte in ultramoderner Architektur gebaut werden, die von vielen Mainzern als Fremdkörper und abstoßend empfunden wurde.

Wie in so vielen ähnlichen  Fällen in Deutschland, stand einmal mehr ein Großteil der örtlichen politischen Klasse in Form der etablierten Parteien hinter dem nun abgelehnten Projekt, in Mainz vor allem die dort regierende SPD. Diese sowie die offenbar wenigen Befürworter des ultramodernen „Bibelturms“ haben von den Mainzern eine Lektion erteilt bekommen, die sehr nachhaltig wirken sollte. Für alle Freunde guter, also der Tradition, der Schönheit und der Bürgerfreundlichkeit verpflichteter Architektur ist das Mainzer Signal überaus ermutigend.

Frankfurt am Main wird im Herbst mit der Eröffnung der Neuen Altstadt einen national wie international sehr beachteten Beitrag für eine solche Architektur leisten, die zwar die unzähligen schweren Kriegswunden nicht heilen und die Bausünden der Nachkriegsepoche nicht zum Verschwinden bringen kann, aber unverzichtbare Akzente für die städtischen  Identität zu setzen vermag.

Verein und Fraktion der BFF werden sich gerade nach der Mainzer Abstimmung mit Nachdruck dafür einsetzen, der Eröffnung der Neuen Altstadt weitere stadtplanerische Projekte mit Rekonstruktionen und schöner Architektur folgen zu lassen. Dazu zählt auch die nun in die Diskussion gekommene Neugestaltung der Paulskirche.

Liebe Mainzer, herzlichen Dank für dieses historische Votum!