BFF-Fraktion begrüßt Debatte zur Paulskirche

Anstehende Sanierung bietet einmalige Chance

BFF-Fraktion - Mitteilung 28-2019

Im Hinblick auf die anstehende Sanierung der Frankfurter Paulskirche hält Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) jetzt eine Rekonstruktion des historischen Erscheinungsbildes von 1848 zumindest  für möglich. Nachdem die Regierungskoalition aus CDU, SPD und Grünen sich bereits von Anfang an auf einen Erhalt des Nachkriegszustands festlegte, hat OB Feldmann jetzt mit seinem überraschenden Vorstoß die aus Sicht der Bürger Für Frankfurt BFF längst überfällige und dringend notwendige Debatte dieses wichtigen Themas eröffnet.

Dafür ist es aus Sicht der BFF-Fraktion auch allerhöchste Zeit, denn das Paulskirchenjubiläum im Jahr 2023 ist in nicht mehr allzu weiter Ferne. Inwieweit sich eine Sanierung bzw. ein Umbau bis zu diesem Termin überhaupt noch realisieren lässt, ist ohnehin fraglich. Auf diese knappe Zeitschiene hat der BFF-Fraktionsvorsitzende, Mathias Mund, bereits im Rahmen der Stadtverordnetenversammlung vom 26.04.2018 hingewiesen. Schon damals wollte er vom Magistrat wissen, wie dieser die Idee einer ihrer Geschichte und Bedeutung angemessenen baulichen Neugestaltung der Paulskirche bewertet.

Aus Sicht der Bürger Für Frankfurt BFF bietet die anstehende Sanierung der Paulskirche nämlich eine einmalige Chance. Über die reine Ertüchtigung der bestehenden Bausubstanz hinaus ergibt sich die Gelegenheit für einen größeren Wurf. Voraussetzung hierfür ist die Bereitschaft, die Gestaltung der Nachkriegszeit zu verändern, und zwar in Richtung des historischen Erscheinungsbildes von 1848. So wäre es begrüßenswert, die ursprüngliche Dachform wieder herzustellen. Ebenso könnten die von Säulen getragenen Emporen wieder eingebracht werden. Damit würde der parlamentarische Raum der Nationalversammlung von 1848/49 wieder erfahrbar werden. „Denn“, so zitierte Mund bereits in seiner Römer-Rede im April 2018 Benedikt Erenz aus seinem Beitrag für die ZEIT vom 12.10.17, „hier saßen wir, die Bürgerinnen und Bürger, erstmals in unserer Geschichte als Souverän im deutschen Haus“.

„Selbst wenn sich eine Rückkehr zum historischen Innenraum der Paulskirche letztlich aus Denkmalschutz- oder Kostengründen nicht realisieren lässt, dann lohnt sich die Debatte schon alleine um der Demokratie und deren Verfasstheit in unserem Lande willen.“, stellt Mathias Mund abschließend fest.