Sanierung der Paulskirche - Einmalige Chance nutzen!

Bürger Für Frankfurt BFF legen konkrete Vorschläge auf den Tisch

BFF-Fraktion - Mitteilung 32-2019

Spätestens seit dem Jahr 2017, nachdem der Magistrat ein Gutachten zur Sanierungsbedürftigkeit der Paulskirche in Auftrag gegeben hatte, ist die Debatte darüber im Gange, ob und falls ja, in welchem Umfang und in welcher Weise der derzeitige bauliche Zustand des nationalen Denkmals im Zuge einer ohnehin notwendigen Generalsanierung Veränderungen erfahren könnte.

Im Hinblick auf das bevorstehende 175. Jubiläum der Nationalversammlung von 1848/49 im Jahr 2023 sowie die mittlerweile auch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier geforderte Aufwertung der Paulskirche als Symbol der deutschen Demokratie bietet sich damit aus Sicht der BFF-Fraktion für Frankfurt die einmalige Chance für einen weiteren großen Wurf nach der Neuen Altstadt.

In diesem Zusammenhang wurde zuletzt von Oberbürgermeister Peter Feldmann wieder die Errichtung eines Dokumentations- und Ausstellungszentrums zur Geschichte der Deutschen Demokratie in unmittelbarer Nähe zur Paulskirche ins Gespräch gebracht, eine Idee, die bereits im Jahr 1983 im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbs aufkam.

Nach intensiver Befassung fordert die BFF-Fraktion im Römer in ihrem nun vorgelegten Antrag NR 921 den Magistrat dazu auf, in enger Abstimmung mit den zuständigen Stellen des Bundes ein Wettbewerbsverfahren zu entwickeln, in dem sowohl mögliche bauliche Veränderungen an der Paulskirche selbst als auch der Standort und die Architektur des geplanten Demokratiezentrums einer interdisziplinären Betrachtung unterzogen werden.

Unter anderem plädieren die Bürger Für Frankfurt BFF für eine Rückkehr der Emporen in das Innere der Paulskirche, um das historische Plenum von 1848/49 als demokratischen Moment wieder erfahrbar zu machen. Inwieweit dies in Form einer Rekonstruktion oder einer modernen Neuinterpretation erfolgen kann, soll im Wettbewerbsverfahren offengehalten werden. Weiterhin wird angeregt, die spätklassizistische Alte Börse von 1843 an ihrem ursprünglichen Standort wieder aufzubauen, um diese als Demokratiezentrum zu nutzen und damit den historischen Stadtgrundriss am Paulsplatz und der Neuen Kräme wieder sichtbar werden zu lassen.

Im Hinblick auf die Umsetzung fordert die BFF-Fraktion, dass das Gesamtkonzept spätestens bis zum 175. Jubiläum der Nationalversammlung am 18. Mai 2023 verabschiedet und dessen Finanzierung - bei angemessener Beteiligung des Bundes - gesichert ist.