IAA von Ausstellerschwund bedroht

Viele große Automarken im September nicht vertreten

Wenn vom 12. bis 22. September 2019 wieder die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt stattfindet, werden die Besucher etliche der wichtigsten Automarken der Welt und deren neueste Modell nicht bewundern können. Denn es hagelt Absagen für eine der wichtigsten und populärsten Messen in der Mainmetropole: Nach aktuellem Stand werden keinerlei Marken aus Japan und Frankreich vertreten sein, die Teilnahme von anderen internationalen Herstellern ist noch offen. Fehlen werden auch einige Luxusmarken.

Das wiegt aber längst nicht so schwer wie die starke Reduzierung der Präsentation von BMW und Mercedes. BMW zum Beispiel will mit nur noch einem Drittel der bislang in Anspruch genommenen Fläche auskommen und seine Messekosten von 25 auf 6 Millionen Euro senken. Das sind keine guten Nachrichten für die Messe GmbH sowie für die Hotels und Gastronomie in Frankfurt. Denn bislang sorgte gerade die alle zwei Jahre stattfindende IAA für hohe Einnahmen der Messegesellschaft. An dieser sind die Stadt Frankfurt mit 60 Prozent und das Land Hessen mit 40 Prozent beteiligt.

Deshalb werden beide öffentlichen Gesellschafter sowie vor allem Frankfurts Wirtschaft und das Umland direkten und indirekten finanziellen Schaden erleiden, wenn die IAA in solchem Maße an Bedeutung und wahrscheinlich auch an Publikumszuspruch verliert. Allerdings haben auch andere Automessen Bedeutungsverluste zu erleiden. Offenbar setzen verschiedene Marken künftig weniger auf Messen, sondern auf Eigenpräsentationen.

Die Fraktion der Bürger Für Frankfurt – BFF im Römer hält es für angebracht, dass der Magistrat und insbesondere Wirtschaftsdezernent Frank zu der Entwicklung Stellung nimmt. Denn neben der alljährlichen Buchmesse ist die IAA einer der Leuchttürme der glücklicherweise immer noch sehr üppigen Frankfurter Messelandschaft. Doch wenn die IAA wackelt, verheißt das auch für das übrige Messegeschäft nicht unbedingt Gutes.