Goetheplatz soll erneut verunstaltet werden

Entscheidung über neuen Belag unter Ausschluss der Bürger

BFF-Fraktion –  Mitteilung 19-2019

Die Gestaltung des zentralen Innenstadtensembles aus Goethe-, Rathenauplatz sowie Roßmarkt ist und bleibt völlig missglückt. Und das liegt nicht allein an dem peinlichen Kuriosum, dass ausgerechnet in der Geburtsstadt Goethes das ihm gewidmete Denkmal falsch herum aufgestellt wurde. Es ist vor allem die triste Öde dieser Plätze, die seit deren Verunstaltung im Jahr 2008 die Bürger befremdet. Seither kursiert der Spruch: „Frankfurt kann keine Plätze“, wobei es bei der gesamten Maßnahme wohl eher um die Einsparung  von Grünflächen und den damit verbundenen Folgekosten - Stichwort Grünpflege - ging.

Von daher wäre es grundsätzlich begrüßenswert, zumindest dem Goetheplatz ein neues Gesicht zu geben. Doch die Römer-Koalition aus CDU, SPD und Grünen ist drauf und dran, dem bereits bestehenden Übel ein weiteres folgen zu lassen. Der derzeitige dunkle Belag des Platzes rund um das Goethe-Denkmal soll durch einen neuen ersetzt werden: Entweder in den Farben Silbergrau, Gelb oder einem bräunlichen Neptun-Gelb. Auch ein paar mehr Bänke will man dort aufstellen. Mehr als etwas Kosmetik ist das nicht. Denn die Tristesse dieser drei Plätze lässt sich nicht dadurch beseitigen, dass einer davon neu gefärbt wird.

Nun wäre das Thema der Neugestaltung des Goetheplatzes hervorragend  geeignet für eine breite Bürgerbeteiligung. Doch die scheut die Römer-Koalition mit schlechten Gründen: Für CDU wie auch SPD und Grüne stellen die Bürger einfach nur Störfaktoren dar. Deshalb sollen sie noch nicht einmal bei der Entscheidung über die drei nun vorgestellten Farbvarianten beteiligt werden. Das soll vielmehr einigen Stadtverordneten sowie den zuständigen Dezernenten vorbehalten bleiben.  Damit demonstrieren die drei Parteien der Römer-Koalition erneut, was sie von ihren Wählern halten: Nützliches Stimmvieh an Wahltagen, ansonsten nicht beachten!

Die BFF-Fraktion wird sich selbstverständlich nicht an der Entscheidung über diese völlig sinnlose Farbkosmetik beteiligen. Stattdessen fordert sie die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Neugestaltung  aller drei Plätze.

Denn:

Nicht Frankfurt kann keine Plätze – die Mehrheit im Römer kann das nicht!