Es gibt keinen außer unserem Oberbürgermeister!

„Würdiger“ Baubeginn der umstrittenen DFB-Akademie

BFF-Fraktion - Mitteilung 22-2019

Peter Feldmann ist der Lionel Messi der Frankfurter Politik. Wo er wirkt und glänzt, sind alle anderen nur Statisten, die sich krampfhaft mit ins Bild drängen wollen. In Frankfurt weiß das längst jeder – außer dem DFB-Generalsekretär Curtius. Der hat nämlich nicht nur den Sonnenkönig im Römer zum fälligen ersten, besonders publizitätsträchtigen Spatenstich für die künftige DFB-Akademie auf dem Gelände der ehemaligen Pferderennbahn eingeladen. Curtius wollte auch die CDU-Politiker Markus Frank und Jan Schneider dabei haben.

Doch so leicht lässt sich unser Messi vom Main nicht von zwei Amateurkickern austricksen. Denn Feldmann ließ den DFB über sein Büro wissen, für die Stadt Frankfurt bei diesem für die Zukunft Fußball-Deutschlands so schicksalhaften Termin alleiniger Vertreter der Stadt beim Fototermin und Spatenstich sein zu wollen. Damit wird er sich wohl auch durchsetzen. Denn die ganze Welt soll erfahren, dass Frankfurts Oberbürgermeister nicht nur die Neue Altstadt gebaut hat, sondern nun auch der von der Russland-Pleite noch tief getroffenen Nation wieder in lichte Höhen künftiger WM-Triumpfe verhelfen will.

Es ist den Bürgern Für Frankfurt BFF sicher eine gewisse Schadenfreude nicht zu verdenken, Sportdezernent Frank und lokalen CDU-Vorsitzenden Schneider beim Baubeginn in der zweiten Reihe zu sehen. Denn wie sehr haben sich gerade diese beiden CDU-Stadträte in den vergangenen Jahren bemüht, das immobile Sahnestück in Niederrad zum Schleuderpreis an den von Korruptionsskandalen gebeutelten DFB zu vergeben. Ganz sicher hatten Frank und Schneider dabei immer im Sinn, einmal ganz große Momente in den Medien zu erleben, wenn ihre Mission erfolgreich gekrönt werden würde.

Doch das politische Leben zeichnet sich nicht zuletzt dadurch aus, oft extrem ungerecht mit seinen Akteuren umzugehen. Es bleibt deshalb zu hoffen, dass die Herren Frank und Schneider anlässlich des Spatenstichs wenigstens ein Autogramm von Jogi Löw ergattern.  Dann wird trotz aller Enttäuschung auch Markus Frank noch sagen können: „Ein guter Tag für Frankfurt!“