Abends wird Frankfurts Zeil zur Gefahrenzone

Randale und Gewalt hören nicht auf

BFF-Fraktion - Mitteilung 83-2020

Es vergeht keine Woche mehr ohne erschreckende Bilder von Randale und Gewalt auf Frankfurts Einkaufsstraße Zeil nach Einbruch der Dunkelheit. Zwar gib es kurzzeitige Festnahmen, doch die zumeist jugendlichen Täter lassen sich davon offenbar nicht abschrecken und werden in der Regel umgehend wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die meisten oder fast alle der aktiv an diesen Ausschreitungen beteiligten Personen entstammen einem bestimmten kulturellen Milieu, was nicht bestritten werden kann. Und es gibt durchaus Anlass zur Sorge, dass dies keine vorübergehende unangenehme Erscheinung ist, die alleine auf die aufgrund der Corona-Krise herrschende Ausnahmesituation zurückzuführen wäre. Insbesondere die Bevölkerungsentwicklung in Frankfurt gibt allen Grund zu grundsätzlicher Beunruhigung, dass es nicht nur weiterhin, sondern auch vermehrt zu Randale und Gewalt in der Frankfurter Innenstadt kommen wird.

Der sicherheitspolitische Sprecher der BFF-Fraktion im Römer, Thomas Budenz, fordert deshalb Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) und Polizeipräsident Gerhard Bereswill dringend dazu auf, sich in der nächsten Sitzung des Ausschusses der Stadtverordneten für Recht, Verwaltung und Sicherheit am 6. Dezember 2020 zu dieser gefährlichen und keinesfalls hinnehmbaren Entwicklung zu äußern.

„Beide Verantwortlichen müssen erklären, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen, um eine weitere Eskalation von Gewalt und Ordnungsverstößen zu verhindern. Frankfurts Bürgerinnen und Bürger haben Anspruch darauf, die Zeil auch nach Einbruch der Dunkelheit ohne Gefahr für Leib und Eigentum begehen zu können.“, lautet die Forderung von Thomas Budenz. „Die Zeil darf nachts nicht zur ‚No-Go-Area‘ verkommen.“

Gefordert ist nun auch der gesamte Magistrat mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) an der Spitze. Denn die sich wiederholenden Vorfälle auf der Zeil, aber nicht nur dort, gefährden nicht nur die Sicherheit der Bewohner und Besucher unserer Stadt, sondern schaden auch dem Ruf Frankfurts.