Anschlag auf Firmengelände von BFF-Stadtrat

Graf zu Solms-Wildenfels fordert mehr Sicherheit in den Stadtteilen

BFF-Fraktion - Mitteilung 50-2020


Auf das Unternehmen „Park+Flug“ des ehrenamtlichen Stadtrats Carl-Philip Graf zu Solms-Wildenfels (BFF) ist bereits vor anderthalb Wochen ein nächtlicher Anschlag verübt worden. Aus Rücksichtnahme auf die polizeilichen Ermittlungen wurde der Vorgang erst jetzt öffentlich gemacht. Videoaufnahmen zeigen, wie sich vier junge Männer gewaltsam Zutritt zum Firmengelände verschaffen, die Schrankenanlage zerstören und im Parkhaus randalieren. Dabei wird auch ein Firmenfahrzeug, ein silbergrauer Ford Transit, mit 60-Kilo-Seinplatten und Beton beworfen und komplett zerstört.

Bedenkliche destruktive Energie

„Nicht nur, dass ein solcher Anschlag erheblichen Aufwand erfordert.  Dazu muss auch ein hohes Aggressionspotential vorhanden sein.“ kommentiert das Magistratsmitglied Graf zu Solms-Wildenfels den Vandalismus auf seinem Firmengelände. Auch ein ganz grundsätzliches gesellschaftliches Problem macht er daran fest, das in jüngster Zeit immer deutlicher zu Tage tritt.  „Im Grunde setzt sich damit fort, was wir nicht nur in Dietzenbach, Stuttgart oder jetzt am Opernplatz, sondern auch in Stadtquartieren wie der Ahornstraße in Griesheim, der Plattensiedlung und im Gallus in den letzten Wochen und Monaten erleben: Eine destruktive Energie, die sehr bedenklich ist.“, so seine Feststellung.

Mehr Sicherheit in den Stadtteilen

Daher dürfe die Politik und auch die Polizei ihren Fokus nicht nur auf die Hotspots in der Innenstadt und im Bahnhofsviertel legen, sondern müsse ihr Augenmerk ebenfalls auf die Stadtteile richten, fordert Stadtrat Graf zu Solms-Wildenfels, der auch Mitglied im Vorstand der Bürger Für Frankfurt BFF ist. „Die Menschen in den Quartieren dürfen nicht alleine gelassen werden. Auch dort muss die Sicherheit durch eine stärkere Präsenz von Polizei und Ordnungskräften gewährleistet werden.“

Appell zur Gewaltfreiheit

Da die Polizei derzeit noch wegen Sachbeschädigung und Vandalismus ermittelt, möchte Graf zu Solms-Wildenfels den Ergebnissen nicht vorgreifen. Jedoch schließt er die Möglichkeit, dass der Anschlag politisch motiviert gewesen sein könnte, nicht völlig aus. „Das wäre dann nach dem Farbanschlag Anfang Mai auf das Wohnhaus des BFF-Fraktionsvorsitzenden im Römer ein weiterer Angriff auf einen ehrenamtlichen Mandatsträger in unserer Stadt.“ Der Stadtrat ruf daher, auch im Hinblick auf den jetzt beginnenden Kommunalwahlkampf, zu einem gewaltfreien politischen Diskurs auf. „Unabhängig von den ideologischen Grundlinien und der Parteizugehörigkeit muss klar sein, dass Gewalt kein Mittel zur Durchsetzung der jeweiligen politischen Ziele sein darf.“, so sein Appell. „Im Übrigen auch nicht, um sein Mütchen zu kühlen. Wer meint, benachteiligt zu sein, soll sich lieber aktiv für eine bessere und gerechtere Gesellschaft einsetzen.“