BFF stellen Planstudie für „Westerbachviertel“ vor

Flächenkonversion ermöglicht Schaffung von 2.200 Wohneinheiten

BFF-Fraktion - Mitteilung 74-2020

Mit der Vorstellung der Planungsstudie „Westerbachviertel“ haben die Bürger Für Frankfurt BFF im Römer einen weiteren konkreten Vorschlag unterbreitet, an welcher Stelle sich zeitnah dringend benötigter Wohnraum in Frankfurt schaffen lässt.

Das Augenmerk der BFF-Fraktion im Römer richtet sich diesmal auf Flächen entlang der mittleren Westerbachstraße im Stadtteil Rödelheim, die sich im Umbruch befinden und für die bislang kein rechtskräftiger Bebauungsplan existiert. Brachgefallene Gewerbeflächen, aber auch untergenutzte Areale wie die Verkehrszentrale Hessen, verschiedene Gebrauchtwagenhändler und ein flächenintensives Wohnprojekt mit wenigen Bewohnern prägen derzeit dort das Bild.

In der von dem Frankfurter Architekten und Stadtplaner Karl Richter erstellten Studie wird aufgezeigt, wie diese Areale durch eine Angebotsplanung seitens der Stadt Frankfurt für Grundstückseigentümer und Investoren an Attraktivität gesteigert werden können. Durch die Aufstellung entsprechender Bebauungspläne, z. B. als „Urbane Gebiete“ oder „Mischgebiete“ lasse sich die Entwicklung eines gemischt genutzten Viertels in diesem Bereich initiieren, so Architekt Richter.

Nach Abschluß der in der Studie dargestellten Entwicklungsstufen bietet das neu geschaffene „Westerbachviertel“ im Westen, also der Autobahn A5 zugewandt, Raum für Gewerbe, Büros und Handwerk. Im Osten und Süden sind die Wohnquartiere angesiedelt, entlang der Westerbachstraße ebenfalls Wohnen mit Nutzung der Erdgeschossflächen für den Einzelhandel der Nahversorgung. Im Norden befinden sich eine Schule, zwei weitere Wohnquartiere und jeweils eine Kindertagesstätte.

Da das Plangebiet bereits vollständig von Bebauung umgeben ist und die darin befindlichen Flächen bei Durchführung der Bebauungspläne zu einem großen Teil entsiegelt werden, ist die Aufstellung von Bebauungsplänen der Innenentwicklung im beschleunigten Verfahren (§13a Baugesetzbuch) grundsätzlich möglich.

„Anstatt untergenutzte Gewerbeflächen zwanghaft konservieren zu wollen, wie es der schwarz-rot-grüne Magistrat auch hier tun will, setzen wir in diesem Fall auf die Konversion der untergenutzten Areale. Durch eine Konzentration des Gewerbes zur Autobahn A5 hin und die Anwendung der neuen Kategorie „Urbanes Gebiet“ der Baunutzungsverordnung lassen sich im ‚Westerbachviertel‘ nicht nur etwa 2.200 Wohnungen realisieren, sondern auch hochattraktive Flächen für die Nutzungen Büro, Gewerbe, Handwerk, Einzelhandel sowie Schule und Kita schaffen.“, so der BFF-Fraktionsvorsitzende im Römer, Mathias Mund. „Damit zeigen wir auch auf, daß sich Wohnraum in Frankfurt schaffen lässt, ohne dafür wertvollste Ackerböden und Naherholungsgebiete zu vernichten, sondern dabei im Gegenteil sogar Flächen entsiegelt werden können.

Wert legt die BFF-Fraktion auch auf die Feststellung, daß aufgrund der Nähe zur S-Bahnstation Rödelheim an dieser Stelle ein autoarmes und ökologisches Stadtquartier entstehen kann.