Frankfurts Grüne: Die Nordend-Partei

Baugebiete nahe der Hochburg unbeliebt, andere nicht

BFF-Fraktion - Mitteilung 80-2020

Die Frankfurter Wählerinnen und Wähler verdanken der Kreisversammlung der Frankfurter Grünen wichtige Entscheidungshilfen für ihre Wahlentscheidung am 14. März 2021: Mit Mehrheit haben die Delegierten gegen den Neubau der sogenannten „Günthersburghöfe“ östlich der Friedberger Landstraße in unmittelbarer Nähe des Nordends gestimmt. Hingegen hat sich ebenfalls eine Mehrheit dafür entschieden, den geplanten Stadtteil im Nordwesten beidseits der A 5 massiv zu bebauen. Fazit: Je näher die Neubaugebiete an der eigenen Kernklientel, desto unbeliebter; je weiter weg vom Nordend, sind sie aber kein Problem.

Flüchtlinge ja, aber nicht dort wo Grüne am liebsten wohnen

Da half es auch nichts, dass der Parteivorstand, der sich für die „Günthersburgpläne“ einsetzte, auf den Wohnungsbedarf in Frankfurt mit dem aufschlussreichen Argument verwies: „Wir wollen doch mehr Flüchtlinge aufnehmen, sie schneller aus den Gemeinschaftsunterkünften herausholen“. Flüchtlinge haben die Grünen zwar gerne in unbegrenzter Zahl. Doch besser nicht dort, wo Grüne am liebsten wohnen. Jedoch gibt es offenbar keine Bedenken, sich für riesige Baugebiete dort einzusetzen, wo nur wenige Grün-Wähler wohnen, aber wertvollste Ackerflächen versiegelt, Frischluft aus dem Taunus blockiert wird und unlösbare Verkehrsprobleme geschaffen werden.

Entscheidung ist auch eine Niederlage der Grünen-Fraktion im Römer

Die spektakuläre Niederlage des Parteivorstands ist auch eine Niederlage der Grünen-Fraktion im Römer, die dort mit CDU und SPD eine Koalition bildet. Diese Koalition lehnt ein ums andere Mal konstruktive Vorschläge der BFF-Fraktion im Römer für neue Baugebiete auf bereits erschlossenen Flächen in der Stadt ab. Hingegen haben die Bürger Für Frankfurt BFF die Neubaugebiete „Günthersburghöfe“ wie erst recht auch das Umweltverbrechen eines neuen „Nordwest-Stadtteils“ bereits bei der Kommunalwahl 2016 abgelehnt und tun dies auch weiterhin. Die Behauptung der grünen „Günthersburghöfe“-Gegner, dabei handle es sich um ein SPD-Projekt ist übrigens falsch: Es war der ehemalige grüne Planungsdezernent Olaf Cunitz, der dieses Projekt vorangetrieben hat, damals noch unter dem Arbeitstitel „Innovationsquartier“!

BFF: „Frankfurter Grüne haben sich in eine Glaubwürdigkeitsfalle hineinmanövriert!“

Die Bürger Für Frankfurt BFF haben in der Vergangenheit immer wieder auf die Widersprüche und Verlogenheiten grüner Politik hingewiesen. Nun hat, sicher unfreiwillig, die Kreisversammlung der Frankfurter Partei in Sichtweite der Kommunalwahl im März 2021 gezeigt, wie richtig diese Hinweise waren und sind. Mit dem „NEIN“ zu den „Günthersburghöfen“ und dem „JA“ zum neuen Nordwest-Stadtteil haben sich die Frankfurter Grünen in eine Glaubwürdigkeitsfalle manövriert, aus der sie ohne schweren Gesichtsverlust nicht wieder herauskommen werden.