Kornmarkt: Das Unvermögen der Stadt Frankfurt vor Augen

BFF fordern Rückbau des alten Straßenverlaufs und Grünflächenerweiterung

BFF-Fraktion - Mitteilung 54-2020


Bereits im März 2019 wurde der Umbau des Straßenabschnitts „Kornmarkt“ zwischen Berliner Straße und Bethmannstraße abgeschlossen. Während die OFB Projektentwicklung GmbH als Eigentümerin der „Kornmarkt Arkaden“ bereits kurz nach Abschluss der Bauarbeiten die zum Objekt gehörende Grünfläche in vorbildlicher Weise angelegt und begrünt hat, dümpelt die der öffentlichen Hand gehörende Fläche des alten Straßenverlaufs der Straße Kornmarkt immer noch vor sich hin.


Während es also westlich der umgestalteten Kreuzung seit langem grünt und blüht, bieten östlich von ihr der ehemalige Bürgersteig sowie die alte Rechtsabbiegerspur zur Berliner Straße, teilweise aufgefüllt mit Schotter, noch über ein Jahr später ein trostloses Bild.


„Das Unvermögen der Stadt Frankfurt im Vergleich zu dem, was private Investoren zu leisten imstande sind, wird dem Betrachter hier überdeutlich vor Augen geführt.“ stellt Andreas Eberbach, BFF-Vertreter im Ortsbeirat 1, fest und fordert den Magistrat in einem Antrag dazu auf, den alten Straßenverlauf endlich zurückbauen und die städtische Grünfläche hinter dem Gebäude der Stadtkämmerei um diese Fläche erweitern zu lassen.

Dass diese Grünfläche, die sich nicht nur direkt neben Paulskirche und Stadtkämmerei befindet, sondern auf der auch die 1957 zu Ehren des nach dem 2. Weltkrieg ersten freigewählten Frankfurter Oberbürgermeisters Walter Kolb (SPD) gepflanzte Walter-Kolb-Eiche steht, ein würdigeres Erscheinungsbild als das derzeitige verdient hat, findet auch der BFF-Fraktionsvorsitzende im Römer, Mathias Mund. „Früher gab es in einer Frankfurter Tageszeitung die Serie ‚Muss das so aussehen?‘. Diese Frage stellt sich hier in der Tat.“, so seine Feststellung.

Und Antragsteller Andreas Eberbach ergänzt abschließend: „Eine Erweiterung des innerstädtischen Grüns an dieser Stelle würde auch den Erfordernissen der Klimaanpassung in der Innenstadt Rechnung tragen.“