Mainkai-Sperrung grandios gescheitert

BFF: Praktische Vernunft setzt sich letztlich durch

BFF-Fraktion - Mitteilung 30-2020


Die auf ein Jahr befristete Sperrung des nördlichen Mainufers für den KfZ-Verkehr ist grandios gescheitert und wird nicht verlängert. Das muss nun selbst deren bislang eifrigster Verfechter, Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD), eingestehen. Dass der im Rahmen des Modellversuchs durchgeführte Vorher-Nachher-Vergleich nun aufgrund der Corona-Krise zum Stichtag 17. März keine verwertbaren Ergebnisse liefern konnte, ist dabei lediglich eine Petitesse am Rande und der Ironie des Schicksals zuzuschreiben.

Die Bürger Für Frankfurt BFF im Römer hatten im vergangenen Jahr als einzige Fraktion diese rein ideologisch motivierte Maßnahme des schwarz-rot-grünen Magistrats im Stadtparlament konsequent abgelehnt. Deren Hauptkritikpunkt bestand insbesondere darin, dass die willkürliche Sperrung des nördlichen Mainufers lediglich zu einer Verlagerung des Gesamtverkehrs führen und dadurch andere Straßen erheblich mehr belastet würden.

Dass die BFF-Fraktion im Römer mit dieser Prognose richtig lag, mussten die Anwohner insbesondere im Stadtteil Sachsenhausen auf leidvolle Weise erfahren. Der Ausweichverkehr führte dort zu teils chaotischen Zuständen, mit einhergehender massiver Gefährdung von Fußgängern, Radfahrern, Kindern und Senioren. Das wiederum zog massive Bürgerproteste nach sich.

Die Vertreterin der Bürger Für Frankfurt BFF im Ortsbeirat 5, Ingrid Leng, setzte sich daher von Anfang an vehement für eine umgehende Aufhebung der Mainkai-Sperrung ein. Ihren entsprechenden eigenen Antrag zog sie im Sinne einer guten Lösung für die betroffenen Menschen in Sachsenhausen zurück und unterstützte die Initiative von CDU, Grünen sowie FDP im Ortsbeirat, die die gleiche Zielsetzung verfolgte.

Der BFF-Fraktionsvorsitzende im Römer, Mathias Mund, kommentiert das Scheitern des Modellversuchs wie folgt: „Unsere Warnungen im Hinblick auf die Mainkai-Sperrung wurden von der politischen Mehrheit komplett ignoriert. Aber jetzt zeigt sich wieder einmal, dass sich die praktische politische Vernunft am Ende durchsetzt. Für uns Bürger Für Frankfurt BFF ist das kein Grund zur Genugtuung, sondern wir freuen uns, dass die Menschen in Sachsenhausen ihre gewohnte Lebens- und Wohnqualität wieder zurückerhalten.“

Die Bürger Für Frankfurt BFF gehen jetzt fest davon aus, dass damit auch der Flohmarkt wieder an seinen traditionsreichen Standort am südlichen Mainufer zurückkehrt. „Neben dem erforderlichen Platzangebot lässt sich hier die Logistik wesentlich besser abbilden und die Händler können wieder ihre fest zugewiesenen Standorte haben. Und das bei wesentlich angenehmerer Atmosphäre. Letztlich ist das auch eine Frage der Identifikation.“, stellt BFF-Ortsbeirätin Ingrid Leng fest.