Projektidee fürs Mainwasen-Areal prüfen

BFF-Fraktion: Vorschnelle Ablehnung nicht nachvollziehbar

BFF-Fraktion - Mitteilung 19-2020

Der Frankfurter Architekt Karl Richter vom Büro Karl Richter Architekten BDA ist Ende Februar 2020 mit seiner Projektidee an die Öffentlichkeit gegangen, in der er die Chance einer Quartiersentwicklung auf dem Mainwasen-Areal aufzeigt.

Bereits im Mai 2019 hatten die Bürger Für Frankfurt BFF im Zusammenhang mit der Suche nach einem neuen Standort für die Europäische Schule in einer parlamentarischen Initiative den Magistrat dazu aufgefordert zu prüfen und zu berichten, welche Möglichkeiten bestehen, auf dem Mainwasen-Areal ein neues, gemischt genutztes Quartier zu entwickeln. Als Kriterien hierfür wurden in dem BFF-Antrag insbesondere ein hoher Anteil an bezahlbarem Wohnraum, entsprechende soziale Infrastruktur sowie Einzelhandel und die Integration eines dringend erforderlichen Neubaus für die Europäische Schule genannt.

Dieser von der BFF-Fraktion formulierte Prüfantrag an den Magistrat wurde seinerzeit mit der Mehrheit der Regierungskoalition abgelehnt. Daher ist es völlig unverständlich, wenn sich jetzt drei CDU-Stadtverordnete bzw. Stadtteilpolitiker aus dem Ortsbeirat 5 voreilig zu Wort melden und völlig ungeprüft verkünden, die vom Architekten Karl Richter vorgetragene Projektidee sei nicht „durchdacht“. Denn genau eine solche vertiefte Betrachtung der Möglichkeit einer Quartiersentwicklung auf dem Mainwasen-Areal hätte bereits vor knapp einem Jahr durch die Stadtverordnetenversammlung auf den Weg gebracht werden können, was jedoch mit den Stimmen von CDU, SPD und Grünen verhindert wurde.

„Unter stadtökologischen Gesichtspunkten ist die Entwicklung eines kompakten Stadtquartiers in Innenstadtnähe sinnvoll, daher ist die auch städtebaulich logische Fortsetzung des Deutschherrnviertels in Richtung Osten eine Überlegung, die in jedem Fall einer vertieften Betrachtung unterzogen werden sollte. In Anbetracht des immensen Drucks auf den Wohnungsmarkt und die nach wie vor ungelöste Standortfrage für die Europäische Schule können wir es uns überhaupt nicht leisten, diese Projektidee vorschnell zu verwerfen.“, so der Fraktionsvorsitzende und planungspolitische Sprecher der Bürger Für Frankfurt BFF, Mathias Mund. „Selbstverständlich ist Grundvoraussetzung für eine Quartiersentwicklung auf diesem Areal, dass für die derzeit dort befindlichen Sportvereine sowie die Kleingartenanlage gebietsnahe Ersatzflächen gefunden und ausgewiesen werden, ebenso wie Ausgleichflächen gemäß der Grüngürtel-Charta.“ stellt Mund abschließend fest.


Die BFF-Fraktion im Römer hat daher heute erneut einen Prüfauftrag in das Stadtparlament eingebracht wird, in dem der Magistrat wiederum dazu aufgefordert wird, die Möglichkeit einer Quartiersentwicklung auf dem Mainwasen-Areal – bei gleichzeitiger Integration eines Neubaus für die Europäische Schule – zu prüfen.